Leistungen für industrielle Wasserversorger
Wir helfen Ihnen bei der Umsetzung ihrer Aufgaben
In Betrieben kommen typischerweise folgende Wasserarten vor:
- Trinkwasser wird entweder vom Versorger bezogen oder bei Großverbrauchern selbst produziert.
- Betriebswasser. Es wird aus Trinkwasser oder anderen Wasserressourcen durch Anpassung an die betrieblichen Anforderungen gewonnen.
- Enthärtetes Wasser wird durch Ionenaustausch oder die Entfernung der Härtebildner Calcium und Magnesium produziert.
- Kühlwasser kann aus Trinkwasser oder Betriebswasser gewonnen werden und wird mit Härtestabilisatoren sowie Bioziden versetzt.
- Reinstwasser ist vollentsalztes Wasser, das weitgehend frei von organischen Stoffen ist.
- Speisewasser ist alkalisch konditioniertes Reinstwasser für die Dampferzeugung.
Trinkwasser ist gesetzlich geregelt, Betriebswasser muss bestimmten Anforderungen entsprechen. Wir unterstützen Sie bei der Definition der Qualität, den Aufbereitungsverfahren und bei der Lösung von Problemen.
Wir haben die wichtigsten industriellen Wasserarten für Sie zusammen gestellt:
Akuelle Informationen für industrielle/gewerbliche Wasserversorger. Klicken Sie auf den Text um weitere Informationen zu erhalten!
Unsere Expertise für Sie:
Weiterbildung und Qualifikation
Wir unterstützen Sie bei der Fortbildung Ihrer Mitarbeiter, um deren Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Wasseraufbereitung und Wasserverteilung gezielt zu aktualisieren und zu vertiefen, beispielsweise in den Themenbereichen Qualitätsmanagement oder Risikomanagement. Ein aktives Risikomanagement ermöglicht es insbesondere, den Untersuchungsumfang zu minimieren und somit Kosten zu reduzieren.
Optimierung der Wasseraufbereitung
Wir beraten Sie bei der Optimierung des Aufbereitungsprozesses. Dabei berücksichtigen wir Ausgangsbedingungen, Anlagentechnik, Qualitätskriterien und Kosten. Die Anforderungen an die Wasserqaulität können vielfältig sein, von der Enthärtung, über die Entsalzung bis zum Reinstwasser, das ggf. noch entgast werden muss.
Hinsichtlich Stabilität gegenüber Verkeimung sind Trinkwasser, enthärtetes und Betriebswasser besonders gefährded, weil es fast immer noch anorganische und organische Inhaltsstoffe enthält, die wachstumsfördernd sind.
Beratung bei Problemen im Verteilungsnetz
Der Transport des Trink- und Betriebswassers im Verteilnetz ist risikobehaftet. Insbesondere bei Neuverlegungen und Reparaturen können bakteriologische Verunreinigungen in die Leitungen eingetragen werden. Die Alterung der Netze macht sich lokal durch verstärkte Korrosion bemerkbar, insbesondere unter Stagnationsbedingungen. Der Anstieg der Außentemperaturen führt zur Verstärkung der Korrosion. Pseudomonaden und Legionellen im Verteilungsnetz können in nicht desinfizierten Wasser ebenfalls zum Problem werden.
Ausblick: Zukünftige Beiträge befassen sich mit der Bewertung von Verfahren zu Trinkwasseraufbereitung und der Online-Messtechnik zur Wasserqualitätskontrolle befassen.
Probleme mit Mikrobiologie im Wasser
In nicht sterilem Wasser bilden sich bei Raumtemperatur und Lichteinfluss schnell Mikroorganismen, insbesondere Algen, die sich an die kargen Lebensbedingungen adaptieren. Enthält das Wasser zudem Salze und organische Substanzen, so bilden sich bei Temperaturen unter 100 °C schnell Biofilme. Dabei handelt es sich um Lebensgemeinschaften von Mikroorganismen, die sich an vorteilhaften Stellen über die Abgabe von extrapolymeren Substanzen (EPS) an Oberflächen andocken und dort Kolonien bilden. Oft sind dabei Pseudomonaden beteiligt. Es handelt sich um fakultative pathogene Bakterien, die durch Infektion , z.B. bei Installationsarbeiten eingetragen wurden und sich dann insbesondere auf Kunststoffen in den Leitungssystemen ansiedeln.
Fachinformation
Warum Risikomanagement für das Trinkwasser?
Trinkwasser ist eine der wichtigsten Ressourcen für das menschliche Leben und die menschliche Gesundheit. Um die Verfügbarkeit von Wasser in guter Qualität und ausreichender Menge zu gewährleisten, wird heute international und national ein effektives Risikomanagement als unerlässlich angesehen. Dieses umfasst die Identifizierung, Bewertung und Reduzierung von Risiken, die die Qualität und Verfügbarkeit von Trinkwasser beeinträchtigen können. Sind die Risiken bekannt, kann sich der Versorger auf diese Bereiche konzentrieren, Risiken minimieren und Kosten sparen.
Artikel
Teil 3: Eigenschaften und Korrosion von Gusseisen und Stahl
Metalle werden wegen ihrer guten mechanischen Eigenschaften geschätzt und häufig in der Trinkwasserverteilung eingesetzt. Eisenwerkstoffe sind unlegierte und niedrig legierte Stähle sowie Gusseisen. Eisen ist jedoch in Wasser thermodynamisch nicht stabil und korrodiert nach dem Typ der Wasserstoffkorrosion, bei der Wasserstoffionen zu Wasserstoff reduziert werden. In Gegenwart von Sauerstoff findet die wichtige Sauerstoffkorrosion statt, bei der gelöster Sauerstoff zu Hydroxidionen reduziert wird. Bei beiden Prozessen wird Metall oxidiert und geht in die Korrosionsschicht oder ins Wasser über. Aber auch niedrige Sauerstoffgehalte können zu Qualitätsproblemen führen, wie die instationäre Korrosion zeigt, die zu Rostwasser-Vorfällen führt. Da im Versorgungsnetz noch viele ältere, nicht gegen Korrosion geschützte Rohrleitungen verbaut sind, ist weiterhin mit Korrosionsproblemen zu rechnen, insbesondere wenn sich die Wassereigenschaften ändern.